Das Führungszeugnis ist in drei verschiedenen Arten erhältlich

Bei dem Führungszeugnis, das auch unter der Bezeichnung Strafregisterbescheinigung oder Strafregisterauszug bekannt ist, handelt es sich um eine Urkunde, die man auf einem grünlichen Spezialpapier mit einem dunkelgrünen Bundesadler druckt. Es wird in Bonn von dem Bundesamt für Justiz für alle Antragsteller ab 14 Jahren ausgestellt. Die Strafregisterbescheinigung verfügt nicht nur über die Personalien des Antragstellers, sondern auch über den Vermerk, ob der oder die Betroffene vorbestraft ist oder nicht. Wenn der Inhalt des Strafregisterauszugs “Keine Eintragung” lautet, so heißt das, dass der- oder diejenige sich nicht als vorbestraft bezeichnen darf. Die wichtigsten Angaben werden andernfalls aus dieser ergangenen rechtskräftigen Verurteilung vermerkt. In erster Linie dient die Strafregisterbescheinigung dazu, um die Unbescholtenheit des Antragstellers nachzuweisen. Es ist möglich, sie als Privatführungszeugnis zur Vorlage bei dem entsprechenden Arbeitgeber beziehungsweise als Behördenführungszeugnis zur Einsicht bei einer deutschen Behörde zu beantragen.

Führungszeugnis

Was ist ein Behördenführungszeugnis, ein erweiterter und ein europäischer Strafregisterauszug?

Bei dem Behördenführungszeugnis muss man die Behörde mit Anschrift und der Verwendungszweck benennen. Der Antragsteller hat die Möglichkeit zu verlangen, dass die Strafregisterbescheinigung nicht auf unmittelbarem Weg der anfordernden Behörde über den Postweg zugestellt wird, sondern zunächst dem gewünschten Amtsgericht, damit er hier die Gelegenheit zu einer persönlichen Einsichtnahme bekommt. Die Beantragung des erweiterten Strafregisterauszugs erfolgt, wenn es für eine sonstige ehrenamtliche oder berufliche Beaufsichtigung, Ausbildung, Erziehung oder Betreuung Minderjähriger oder zur Prüfung der persönlichen Eignung benötigt wird. Um auf die Erteilung des erweiterten Führungszeugnisses einen Antrag zu stellen, ist eine Aufforderung in Schriftform vorzulegen, in welcher der Betroffene bestätigt, dass für die Erteilung die Voraussetzungen erfüllt sind. Dem EU-Bürger dagegen ist es möglich, sich ein europäisches Führungszeugnis ausstellen zu lassen. Das Dokument gibt nicht nur über den Inhalt des Bundeszentralregisters, sondern auch über den Gehalt des Strafregisters des Herkunftslandes Auskunft. Eine inhaltliche Kontrolle und eine Übersetzung der mitgeteilten Angaben finden dabei nicht statt.